14. Schreibaufzeichnungs-System des Seismographen


verstaerker+papier.jpg (6206 Byte) Zur Seismik-Schreiber-Aufzeichnung ist für das entsprechend dimensionierte  Papierband  ein Umlauf-Rollen-System   konzi-
piert worden, mit dem sich eine kontinuierliche Registrierung
von 28 Tagen  realisieren ließ. Mit  dieser   Konstruktion  lassen sich fast alle üblichen Papierschreiber zu einer Endlos-Spur-Auf-
Aufzeichnung   umrüsten. Die  Schreiber  sollten  aber   auch   die Möglichkeit bieten, normale Faserschreiber mit feiner Spitze ein-
etzen  zu  können, da zwischen den Spuren mit unterschiedichen  Farben zwecks  guter Unterscheidung geschrieben werden sollte. Um einen leichtgängigen Papiertransport zu ermöglichen,  wurden  die Band-
führungs- und Umlenkrollen kugelgellagert. Schreibersteuerung und Papierrollensystem sind  durch ent-
sprechende externe Justierungen optimal aufeinander angepaßt, wodurch die Störanfälligkeit sehr gering ist


15. Störsignal-Reduzierung des Seismographen


Die Empfindlichkeit des Seismographen ist so groß, daß bereits die nor-
ma
le  thermische  Luftbewegung in einem Raum zu starken Störsigna-
len
  führt. Die Luftdruckänderungen beim Öffnen und Schließen einer Tür wirken  auf  das hochsensible Pendelsystem so  extrem, daß  selbst eine sehr  vorsichtige   Türbewegung noch zu  relativ großen Seismikaus-
ausschlägen
  führt. Da die  Erdbebensignale  sehr schwach   sind,  müssen
alle störenden Überlagerungssignale möglichst vermieden werden. Zur Re-
duzierung
der Störeinflüsse durch die normale thermische Luftbewegung
styropor_mantel.jpg (2309 Byte)
im Aufstellungsraum des Seismographen hat sich eine allseitig geschlossenen Ummantelung aus Styropor
bewährt. Dadurch konnten die anfänglichen starken Störsignal-Einflüsse weitgehend reduziert werden.
schreiber_spuren.jpg (3766 Byte) Bei  der  oberen Abbildung ist zu erkennen, wie der Schreibstift zwischen den er-
sten registrierten Wochenspuren (grün)  die zweite Wochenspur aufzeichnet (rot) und dadurch auf jeder Papierendlosseite insgesamt lückenlos 14 Tage registriert
werden können.Bei dem unterem Foto sind die Seismiksignale vor und nach der Styroporummantelung abgebildet. Bei der 2. und 3. Spur (von links) sind die ex-
tremen Störungen durch die normalen thermischen Luftzirkulationen im Raum zu erkennen,   wobei  Fenster und  Türen  geschlossen  waren. Die   starken  Signal-
schwankungen bei der 4.Spur wurden durch das Öffnen und Schließen der Zim-
mertür  hervorgerufen. Die erste und die beiden letzten Spuren zeigen die
Meeres-Mikro-Seismiksignal, die  durch  die   Erschütterungen der Meeresbrandung bedingt ist. Bei  starken Sturm und großem Wellen-
gang
steigen die Auschläge dieser  natürlichen  Seismik-Signale entspre-
chend an. Der Unterschied in der Welligkeit der 6 Spurensignale  liegt in der unterschiedlich  eingestellten Tiefpaß-Filter-Frequenz, wobei bei den
3 linken Spuren die Welligkeit durch eine  kleinere Filterfrequenz re-
duziert
  wurde.
mikroseismik.jpg (5638 Byte)

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