13. Rampen-Generator


rampenteile.jpg (6518 Byte) Da Erdbeben nicht vorausgesagt werden können, ist  zur Registrie-
rung der seismographischen Signale eine  kontinuierliche Meßwert-
Aufzeichnung  erforderlich. Soll  ein Sichtschrieb   verwendet wer-
den,  muß  der Datenschrieb  im  Dauerbetrieb   erfolgen.  Dazu wird ein Signal-Zeit-Schreibgerät mit Papierrolle verwendet. Dabei durchläuft ein 4.80m langes Endlospapierband das y-t-Schreib-
gerät, wobei eine mechanische Schaltuhr als Rampen-Generator
eingesetzt wird und eine zeitlich proportionale Spannung liefert.

Dazu wird der Schaltuhrantrieb, der in 24 Stunden eine Umdrehung ausführt, durch eine entsprechende Übersetzung für den Antrieb eines 10 Gang-Potentiometer verwendet. Die mechanische Übersetzung ist
dabei so  konzipiert, daß  in  jeweils 7 Tagen genau 10 Umdrehungen des als Spannungsteiler benutzten Wendelpotentiometers   erfolgen. Dabei wird eine kontiniuerlich und sehr langsam  ansteigende lineare Spannung generiert, die den Schreibstift   in 1 Woche vom linken  zum  rechten Schreibrand  bewegen läßt. Auf diese Weise wird beim umlaufenden geschlossenen Papierband eine fortlaufende Spiralspur ge-
schrieben, die durch die Addition von Rampen- und Meßsignalspannung von den Seismiksignalen über-
überlagert ist. Nach 7 Tagen wird das Wendelpoti wieder zurückgedreht und der Schreibstift zwischen zwei benachbarte Spurlagen eingestellt. Danach erfolgt die Aufzeichnung einer neuen  Wochen-Aufzeichnung  mit einer anderen Stiftfarbe. Nach insgesamt 14 Tagen wird das Papierband gewendet und nochmals für  2 wei-
tere Wochen zur Registrierung verwendet.

 

Das obere Fotos zeigt  die Einzelteile des Rampen-Generators, bestehend aus me-
chanischer 24 h-Stunden-Schaltuhr, den beiden  Spannungsteiler-Potis  (10-Gang-
wendel- und Abgleichspoti) und den  beiden Übersetzungsscheiben. Im Bild rechts
ist der  zusammengebaute  Rampen-Generator abgebildet, auf  dem  die Wirkungs-
weise des Übersetzungsantriebes erkennbar ist, wobei 7  Umdrehungen der Schalt-
uhrscheibe (1 Woche) exakt in 10 Umdrehungen des Wendelpotis  gewandelt wer-
den. Rechts  neben dem  Wendelpoti ist das  Einstellpotentiometer des Spannungs-
teilers zu sehen. An dem Buchsenpaar links  wird die  zeitlich linear zu teilende  Ein-
gangsspannung gelegt und rechts wird die linear geteilte Rampenspannung abgegrif-
fen. Ja  nach  eingestellter  Spannungsempfindlichkeit  des   y-t-Schreibers kann mit
dem Einstellpoti der Rampenbereich angepaßt werden.
rampensteuerung.jpg (5355 Byte)

weiter       Seite zurück     zurück