geeignet gewählt werden muß. Da aber die Seismik-Signale
sehr schwach sind, müssen sie mit einer em- pfindlichen
Verstärkerschaltung noch verstärkt werden. Dazu wurde in der HAG
eine geeignete Ver-
stärker-Filter-Platine entwickelt, die einerseits eine entsprechende
Grenz-Filterfrequenz ermöglicht, ande- rerseits aber auch eine bis
1000-fache einstellbare Verstärkung gestattet. Für die
erforderliche stabile Spannungsverstärkung wurden Operationsverstärker
eingesetzt, die mit einer sehr konstanten symmetri-
schen Gleichspannung betrieben werden müssen. Deshalb wurde auf der
Verstärker-Filter-Platine ein eige- nes Netzteil integriert, welches
eine äußerst stabile symmetrische stabilisierte Gleichspannung liefert.Tiefpaß-Filterfrequenz
und Verstärkungsfaktor lassen sich durch Potentiometer
den jeweiligen erfor- derlichen Bedingungen anpassen, wobei aber
das temperaturabhängige Driften der Einstellwerte von Zeit
zu Zeit überwacht werden muß.
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Das Verstärker-Filter-System wurde als ein vollständiges
Eigenpro- jekt in der HAG entwickelt, wobei zuerst die erforderlichen theore-
tischen Grundlagen über Operationsverstärker und Filtertechnik be-
behandelt wurden. In praktischen Übungen wurden dann die not-
wendigen Erfahrungen dieser speziellen elektronischen Komponen-
ten gewonnen. Nach dem fliegenden Aufbau auf einer Steckplatine wurde das Layout erstellt
und die komplette Schaltung auf eine ge-
geätzte Kupferplatine integriert.
Die gesamte Elektronik, einschließlich stabilisierten Netzteil ist in ei-
nem Aluminiumgehäuse untergebracht, wobei die variablen Einstel- |
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lungen von Verstärkungsfaktor und Tiefpaß-Filterfrequenz
von außen durch Einstecken von ent- sprechenden Widerstandswerten
angepaßt werden können. Durch Integration
eines einfachen Span- nungsadditions-Kreises kann
dem registrierenden Seismik-Signal eine sehr langsam
und linear an-
steigende Spannung des Rampen-Generators aufaddiert
werden, wodurch eine kontinuierliche
Schreiber-Meßsignalaufzeichnung von 4 Wochen möglich ist.
Zur quantitativen Meßsignal-Auswertung muße die
Verstärker-Filter-Elektronik einer eingehenden Ab-
gleichsmessung unterzogen werden. Dabei wurden die besonders wichtigen
frequenzabhängigen Eigen-
schaften unter Verwendung eines Tonfrequenz-Generators untersucht
und entsprechend abgeglichen.
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