10. Induktionsspule


spule_wickeln.jpg (12143 Byte) Da die Wicklungen gleichmäßig angeordnet   sein sollten und der Wicklungszug des Cu-Drahtes  möglichst konstant bleiben soll,  um ein Reißen des Drahtes zu  verhindern, mußte eine geeignete (mit den in der Schule  zur Verfügung  stehenden Hilfsmitteln der Physiksammlung) Wickelvorrichtung konstruiert werden. Beson-
ders schwierig war dabei die Vermeidung von ruckartigen Draht-
bewegungen, die bei der verwendeten Drahtdicke von 0,16 mm
unweigerlich  zum  Reißen des Kupferdrahtes geführt hätte. Hier
zeigte sich das  innovative  Vorgehen des Seismik-Team in ganz  besonderer Weise. Innerhalb  kurzer  Zeit  hatten die   Schüler  eine  komplette Wickelma- schine mit   den  notwendigen Vorgaben,  einschließlich  elektronischer  Anzei- ge   der  Wicklungszahl  mit  einer  Lichtschranke   (Phywe-Zähler) und  einem
vom Kupferdraht angetriebenen Rädchen mit Zeiger entwickelt.

Da insgesamt ca. 8 km Cu-Lackdraht  aufgewickelt wurden, ergab sich  ein sehr
großer seitlicher Druck auf die Spulenflächen, der durch entsprechend lange Mut-
tern zwischen diesen Wandflächen abgefangen werden mußte.
spule_fertig.jpg (4801 Byte)


11. Zusammenbau des Seismographen


pendel_in_rahmen.jpg (7139 Byte) Die einzelnen Komponenten mußten vom Seismik-Team in mühevoller Fein- arbeit sorgsam zusammengefügt werden, wobei besonders bei dem Alumini-
um-Profil-Rahmen mit größter Sorgfalt  gearbeitet  werden  mußte, um Ver- spannungen des Seismik-Rahmens zu vermeiden. Jede noch so geringe Materialverspannung würde sich später in einem sehr  verrauschten Seismik- Meßsignal  manifestieren, was  sich ganz  besonders bei Temperaturschwan-
kungen sehr störend auswirken würde.  Da die Empfindlichkeit  des Seismo-
graphen so groß ist, daß selbst bei  normaler Luftzirkulation  in einem   Raum das ca.12 kg schwere Pendelsystem  in  Schwingung  versetzt   werden kann, läßt deutlich werden, welche störenden Effekte dann diese thermisch beding-
ten Rahmenbewegungen auslösen können.

Präzisionsausmessungen
der  Klavier-Drahtlängen  beim unteren tetraederförmigen Pendellager zum exakten Aufhängen des Pendelsystems  konnten erst nach vorheriger genauer   Berechnung  mittels räum- licher Trigonometrie präzise und z.T.   mit Schieblehre vorgenommen werden. Besondere  Maßhaltigkeit war hier eine notwendige Voraussetzung, um eine exakte Längengleichheit der 3 Haltedrähte einhalten zu können. In  dieser  Arbeitsphase  waren  vor  allen Dingen Ausdauer, Nichtaufgeben-Wollen und Teamfähigkeit gefragte Tugenden.

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