Nach Fertigstellung der Seismographen-Arbeiten, mußte über
einen geeigneten Standort nachgedacht wer-
den, da die vorübergehende Testphase im Physik-Praktikum gezeigt hatte, daß schon die
geringsten Störein-
flüsse zu sehr starken Ausschlägen am Seismographen führten. Ein Raum im
abgelegenen Schulkeller würde
optimal sein, aber leider war dort keiner zu finden. Nach Planung der baulichen
Angelegenheiten wurde
Kontakt zu Sponsoren für die notwendigen
Baumaterialien geknüpft, die alle ausnahmslos das Seismik-
Projekt des HAG-Teams für unterstützungswürdig hielten.
Alle Arbeiten, wie Mauern, Betonieren, Armieren, Verputzen, Türeinbau, Streichen
und notwendige Installationen wurden in Eigenregie
ausgeführt. Nach einer Bauphase von 6 Monaten konnte
der Seis-
mik-Raum am 22.12.2001 seiner endgültigen Bestimmung übergeben werden. Der Seismograph
muße dazu
sehr vorsichtig vom vorherigen Versuchs-Standort auf den Vollbeton-Tisch (ca.1800
kg) transportiert wer-
den. Nach sorgfältiger Neu-Justierung und Einstellung
der physikalischen Parameter (Schwingungs-
dauer, Filter-Frequenzen und Dämpfung) konnte der Seismograph am 23.12.2001
für die kontinuierliche
Erdbeben-Registrierung bereits mehrfach erfolgreich eingesetzt
werden.
19. Zusammenbau des Seismographen-Rahmens
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Nach fast 18
monatiger Entwicklungszeit konnte das Seis-
mik-Projekt in der Vorstufe abgeschlossen werden. Es wur-
de zunächst nur Wert daraufgelegt, daß eine kontinuierliche Meßsignal-Erfassung
vorgenommen werden kann, um Erd-
beben registrieren zu können. Ziel ist dabei ein weiterer
Aus-
bau der Seismik-Meßstation bezüglich PC-Meßwert-Spei-
cherung und Auswertung, wobei dazu aber erst die notwen-
digen theoretischen und praktischen Grundlagen erarbei-
tet werden müssen. Spezielle Kenntnisse der
Computer-
Hardware-Anbindung von Analog-Digital-Wandler-Kom- |
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| ponenten und deren Programmierung
sind ebenso wichtig wie eine notwendige Vernetzung der Meß- und Steuercomputer. Geplant
ist dabei eine lückenlose Datenaufzeichnung im 24 Stunden-Rhtythmus, wobei
die Tagesmes-
sungen mit einem speziellem Auswerteprogramm jeweils automatisch nach signifikanten
Meßwert-Er-
höhungen untersucht werden sollen.Werden solche auffälligen Signalschwankungen
in zusammenhän-
genden Zeitintervallen gefunden, deutet dies auf ein erfolgtes Erdbeben hin.
Das Software-Programm soll dann diese Meßsequenzen aus dem
Tagesmeß-Zyklus herausfiltern und als Erdbeben-Datei mit genauer Datums-
und Zeitangabe auf einem entsprechendem Speichermedium sichern, wo es dann mit speziellen
Auswerteprogrammen weiter bearbeitet und visualisiert werden kann.
Besonderer Dank gilt der hilfreichen Unterstützung von Ulrich
Arndt und Sebastian Störk vom MGM/ Monschau, Prof. Wielandt am
Institut für Geophysik in Stuttgart und Herrn Dr. Brüstle vom Geologischen
Institut der Uni/Freiburg. Nicht zu vergessen sei auch die Schulleitung
unseres Faust-Gymnasiums, ohne die solche innovativen Projekte
nicht realisiert werden können. |
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